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Hinweis der Redaktion
Zum 50‑jährigen Jubiläum von STAUFF Australien haben wir Knut Menshen als langjährigen Geschäftsführenden Gesellschafter gebeten, seine persönliche Sicht auf die Entwicklung des Standorts zu teilen. Die folgenden Abschnitte sind aus seiner Perspektive verfasst und geben authentische Einblicke in Erinnerungen, Begegnungen und Entscheidungen, die das Unternehmen über Jahrzehnte geprägt haben.
Wie fühlt es sich an, auf 50 Jahre STAUFF Australien zurückzuschauen?
Wenn ich heute auf fünf Jahrzehnte STAUFF Australien blicke, wird mir erst richtig bewusst, welche Bedeutung dieser Standort für unser Unternehmen hat. Australien war für uns nie nur ein Absatzmarkt. Es war von Anfang an ein Ort, an dem wir zeigen wollten, was STAUFF ausmacht: Verlässlichkeit, Nähe zu unseren Kunden, technische Qualität – aber auch Mut und Unternehmergeist.
Ich erinnere mich noch gut an die vielen Gespräche mit meinem Vater, Arnold Menshen, der früh die Überzeugung hatte, dass wir in Australien viel erreichen können. Seine Weitsicht hat mich über die Jahre oft begleitet. Als ältester Sohn war ich eng in die frühe internationale Expansion eingebunden und durfte aus Deutschland heraus – und später auch direkt vor Ort – miterleben, wie sich STAUFF Australien Schritt für Schritt entwickelte.
Wie hat alles angefangen?
Die Entscheidung, 1976 offiziell in Australien zu starten, war alles andere als selbstverständlich. Die Distanz war groß, die Herausforderungen waren es auch. Doch genau das hat uns motiviert.
Ich sehe noch die ersten Gespräche vor mir, die mein Vater 1975 mit Alex Tkal führte. Alex war jemand, der Dinge anpacken konnte. Er hatte ein Gespür für den Markt und war bereit, Risiken einzugehen. Ich war bei einigen dieser frühen Schritte dabei – damals noch als junger Mann, der viel lernen durfte.
Wir wollten nicht einfach Produkte verkaufen. Wir wollten Vertrauen aufbauen. Und das bedeutete: präsent sein, zuhören, zuverlässig sein. In einem Land wie Australien, in dem Entfernungen anders funktionieren als in Europa, war das eine echte Aufgabe. Aber genau das hat uns geprägt.
Ein zentrales Thema dieser frühen Jahre war die deutliche Erweiterung des Sortiments. In enger Zusammenarbeit mit deutschen Herstellern haben wir daran gearbeitet, weitere, zusätzliche Produkte gezielt für den australischen Markt verfügbar zu machen. Es ging nicht darum, Bestehendes einfach zu übertragen, sondern Lösungen zu finden, die den konkreten Anforderungen vor Ort gerecht wurden.
Wie haben Sie die ersten Jahre von STAUFF Australien erlebt?
Die ganz frühen Jahre von STAUFF Australien habe ich selbst nicht miterlebt. Dieses Kapitel kenne ich vor allem aus den Erzählungen meines Vaters Arnold Menshen und von Bill Seelis. Beide haben mir oft geschildert, wie viel Mut, Pragmatismus und persönlicher Einsatz nötig waren, um den Standort unter den damaligen Bedingungen aufzubauen. Es ging darum, Vertrauen zu schaffen, Strukturen aufzubauen und STAUFF in einem Markt zu etablieren, der ganz eigene Anforderungen stellte.
Meine eigene aktive Zeit mit STAUFF Australien begann 1988. Ab diesem Zeitpunkt durfte ich den Standort regelmäßig begleiten und zunehmend auch inhaltlich mitgestalten. Diese Phase habe ich als sehr dynamisch erlebt. Der Markt entwickelte sich weiter, die Anforderungen wurden komplexer – und damit auch unser Anspruch an das Produktprogramm.
Ich erinnere mich an viele Gespräche, Abstimmungen und Besuche von Alex Tkal, Bill Seelis und anderen in Deutschland. Diese trotz großer Distanz denkbar enge Verzahnung hat es ermöglicht, neue Produkte erfolgreich in den Markt zu bringen und STAUFF Australien technologisch weiterzuentwickeln. Für mich war das eine prägende Zeit, in der deutlich wurde, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, wenn man als Unternehmen nachhaltig wachsen möchte.
Rückblickend war genau diese Phase entscheidend dafür, dass STAUFF Australien heute auf einem so breiten und stabilen Fundament steht.
Welche Menschen haben STAUFF Australien geprägt?
Wenn ich an die Menschen denke, die STAUFF Australien geprägt haben, kommen mir sofort mehrere Namen in den Sinn.
Alex Tkal war es, der die Grundlage gelegt hat. Er hat den Standort in einer frühen, herausfordernden Phase stabilisiert und den Aufbau mit großer persönlicher Präsenz begleitet.
Bill Seelis hatte darüber hinaus einen ganz entscheidenden Anteil an der Entwicklung von STAUFF Australien. Über viele Jahre hinweg hat er nicht nur die operative und strategische Ausrichtung geprägt, sondern maßgeblich den Aufbau der einzelnen Standorte in Australien vorangetrieben. Die Entstehung und Weiterentwicklung der Branches – und damit die landesweite Präsenz von STAUFF – ist eng mit seinem Engagement, seinem Verhandlungsgeschick und seinem klaren Blick für nachhaltiges Wachstum verbunden.
Peter Krohn hat später den Standort weiterentwickelt, Strukturen modernisiert und STAUFF Australien in eine neue Phase geführt. Er hat Prozesse neu gedacht und das Unternehmen auf ein stabileres, zukunftsfähiges Fundament gestellt.
Und natürlich denke ich an die vielen Mitarbeitenden. Menschen, die teilweise über Jahrzehnte hinweg bei STAUFF Australien gearbeitet haben. Sie haben das tägliche Geschäft getragen, Kundenbeziehungen aufgebaut und unsere Unternehmenskultur mit Leben gefüllt. Ihre Arbeit hat mich immer wieder beeindruckt und erfüllt mich bis heute mit großem Respekt.
Wie kam es zum Authorised Stockist Programme – und warum war es so wichtig?
2012 war ein Wendepunkt. Australien ist ein Land der Entfernungen. Wer in Perth arbeitet, braucht andere Logistikstrukturen als jemand in Brisbane. Wir wussten: Wenn wir unseren Service ernst meinen, brauchen wir Partner, die genauso verlässlich sind wie wir selbst.
So entstand auf -Initative von Peter Krohn das Authorised Stockist Programme. Es war nicht nur eine strategische Entscheidung – es war eine Antwort auf die geografische Realität. Ich erinnere mich an viele Gespräche darüber, wie wir Nähe schaffen können, wo physische Nähe schwer umzusetzen ist. Dieses Programm war die Lösung.
Dass daraus später das STAUFF Line System Partner Programme für die gesamte Gruppe wurde, macht mich bis heute froh. Es zeigt, dass Innovation oft dort entsteht, wo die Herausforderungen am größten sind.
Was macht STAUFF Australien heute so stark?
Wenn ich gefragt werde, was STAUFF Australien auszeichnet, fällt mir immer dasselbe ein: Haltung.
Die Menschen dort haben eine Einstellung, die mich schon früh beeindruckt hat: Man macht, was man sagt – und man sagt, was man macht. Verlässlichkeit ohne großes Aufheben. Technische Kompetenz ohne Überheblichkeit. Partnerschaft ohne Floskeln.
Mit Branno Tesanovic an der Spitze ist STAUFF Australien heute hervorragend aufgestellt. Er kennt das Geschäft, den Markt und die Menschen. Und er führt mit klarer Linie und offenem Blick – genau so, wie es Australien braucht.
Mehr Infos zum Jubiläum
Möchten Sie mehr über die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum von STAUFF Australien erfahren? Dann sollten Sie hier vorbeischauen:

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