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Rohrumformsystem im Pumpspeicherwerk

Exklusiver Einblick ins Schweizer Pumpspeicherwerk der Superlative, in dessen Hydraulik mit STAUFF Form EVO umgeformte Rohrverbindungen nun die bisher eingesetzten Schneidringverschraubungen ersetzen

Anwendungen
17.03.2022
Geschätzte Lesezeit: 6 Minute/n

Rohrumformsystem im Pumpspeicherwerk

Exklusiver Einblick ins Schweizer Pumpspeicherwerk der Superlative, in dessen Hydraulik mit STAUFF Form EVO umgeformte Rohrverbindungen nun die bisher eingesetzten Schneidringverschraubungen ersetzen

Anwendungen
17.03.2022
Geschätzte Lesezeit: 6 Minute/n

Pumpspeicherwerk im Glarner Alpental

Ein typischer Anwendungsfall für STAUFF Form EVO, unter extremen Einsatzbedingungen ist unser Umformsystem die sicherste Verbindungsmethode

„Fahren auf Schnee, rollen auf Trails, baden im Bergsee, klettern am Fels“ – so präsentiert sich das Glarnerland, etwa 100 km von Zürich entfernt, als Region für Aktivurlauber, egal zu welcher Jahreszeit. „Und tauchen Regentage das Glarner Alpental in ödes Grau, gibt es noch immer genug zu sehen und erleben.“ Eine außergewöhnliche Attraktion für Touristen sind Führungen im Pumpspeicherwerk Limmern, das auf rund 1700 m Höhe mitten in den Glarner Alpen liegt.

In der jüngsten Ausbaustufe wurde der 630 m höher gelegene Muttsee in die Stromerzeugung einbezogen. Seine Staumauer ist mehr als einen Kilometer lang und damit die längste der Schweiz. Sie fasst 23 Millionen Kubikmeter Wasser, das zur Stromerzeugung abgelassen werden kann. Bei voller Auslastung erzeugen vier Turbinen insgesamt 1000 MW Strom.

Ein Blick in die Maschinenkaverne, die ganz im Berginneren gebaut wurde, beeindruckt nicht nur Laien: Sie ist 150 m lang, 30 Meter breit und hat eine Höhe von 53 Metern.

Auch Werner Thorwarth, Vertriebsbevollmächtigter für STAUFF Connect, ist immer wieder überwältigt: „Schon der Zugang zur Maschinenkaverne ist abenteuerlich. Er erfolgt vom Tal aus mit der Seilbahn durch einen vier Kilometer langen Stollen.“

Sie diente während der Bauphase nicht nur dem Transport von schätzungsweise 1,4 Mio. Passagieren. Auch 3,5 Mio. Tonnen Material mussten damit und mit zwei weiteren eigens errichteten Seilbahnen hinauf- oder hinuntergebracht werden. Allein beim Bau der Staumauer kamen 250.000 Kubikmeter Beton zum Einsatz.

Leistungsstark und sicher durch STAUFF Form EVO

Die Leistungsfähigkeit eines solchen Kraftwerks ist von vielen Faktoren abhängig. Einer davon ist die Sicherheit der hydraulischen Leitungssysteme. Wegen starker Vibrationen sind deren Verbindungen hohen Belastungen ausgesetzt.

Ein typischer Anwendungsfall für STAUFF Form EVO, wie Werner Thorwarth erklärt: „Unter extremen Einsatzbedingungen ist unser Umformsystem die sicherste Verbindungsmethode.“

Beim Bau des Kraftwerks, das 2016/17 sukzessive in Betrieb genommen wurde, waren allerdings Schneidringverschraubungen (eines anderen Herstellers) verwendet worden. Nur zwei Jahre später wurden bei Wartungsarbeiten erste Leckagen festgestellt. Die Schadensanalyse durch den Schweizer Handelspartner Fluidtec ergab, dass in einigen Schneidringverbindungen Risse entstanden waren. Jetzt waren die Kollegen aus Werdohl gefragt, um STAUFF Form EVO und die dazu gehörende Umformmaschine vor Ort zu präsentieren.

STAUFF Form EVO
STAUFF Form EVO

Das STAUFF Form Rohrumformsystem wurde 2015 erstmals präsentiert und gehört seit Beginn zweifellos zu den leistungsfähigsten, am Markt verfügbaren Lösungen zur Verbindung metrisch dimensionierter Rohre. Es überzeugt neben der Einfachheit durch ein Höchstmaß an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit.

Mit STAUFF Form EVO bietet STAUFF nun die Weiterentwicklung des Rohrumformsystems an, das sich durch ein weiter gesteigertes Maß an Effizienz und Vielseitigkeit als Resultat fortlaufender Optimierung auszeichnet.

STAUFF Form EVO wurde standardmäßig für nahtlos kaltgezogene Präzisionsstahlrohre und Edelstahlrohre mit Abmessungen zwischen 6 x 1,5 mm und 42 x 4 mm in der Leichten Baureihe bzw. zwischen 6 x 1,5 mm und 38 x 6 mm in der Schweren Baureihe ausgelegt.

Parameter für abweichende Werkstoffe sind auf Anfrage erhältlich und können bei Bedarf herstellerseitig hinterlegt werden – wahlweise auch über das optional in den Maschinen integrierte Modul zur Cloud-Anbindung.

Werner Thorwarth: „STAUFF Form EVO ist ein wartungsfreies, dauerhaft dichtes Verbindungssystem.“ Schon beim Austausch der ersten Schneidringverschraubungen haben die Monteure sich von der einfachen Montage überzeugen können: „Der Montageweg nach dem Erreichen des Festpunkts ist klar definiert, und somit kann auch mit Drehmoment montiert werden. Durch den kurzen Drehweg, ca. 15° – 20°, ist die Montage des Systems auch in engen Bauräumen und unter schwersten Bedingungen möglich.“

Werner Thorwarth und sein Team konnten Oswald Hauser, den Leiter des Ressorts Mechanik bei der Kraftwerke Linth-Limmern AG, schnell von STAUFF Form EVO überzeugen. Der Betreiber des Kraftwerks, die Linth-Limmern AG, investierte in die Umformmaschine. Seitdem werden die Schneidring-Verschraubungen aus Edelstahl im hydraulischen Leitungssystem sukzessive durch Umformverbindungen ersetzt.

STAUFF Mitarbeiter aus Werdohl waren mehrmals vor Ort, zunächst zur ausführlichen Einweisung des Instandhaltungsteams in die Maschine, später, um Erfahrungen auszutauschen und bei der Anwendung der ersten Updates zu unterstützen.

Oswald Hauser: „Der Umstieg ist für uns technisch ein wichtiger Schritt und auch, was Arbeitsabläufe, Montagesicherheit und Wartungsaufwand betrifft, ein Gewinn.“ Schließlich geht es im Pumpspeicherwerk Limmern um mehrere Dutzend Kilometer Edelstahlleitungen und etwa 18.000 Liter Öl, die unter keinen Umständen ins Werk und in die Natur gelangen dürfen.

Das Pumpspeicherwerk nutzt natürlich auch die Cloud-Anbindung, mit der Updates online übermittelt werden können. Per Online-Service sind außerdem die Maschinenhistorie und -parameter einzusehen, die gemeinsam mit dem Kundenbetreuer analysiert werden können.

Diese unkomplizierte Art der Qualitätssicherung, reduziert die Präsenz beim Kunden deutlich, auch wenn Werner Thorwarth häufiger ins Glarner Land reisen würde: „Als wir zum ersten Mal dort waren, war es neblig und regnerisch. Während des Rundgangs hat man die gigantischen Ausmaße des Staudamms nur ahnen können. Das Ganze mit Blick auf die beiden Seen und den Schnee in den Alpen war einfach überwältigend.“

Wandern statt Seilbahnfahren

Wer fit ist, kann sich den Muttsee und das Pumpspeicherwerk auch zu Fuß erschließen. Eine schöne, abwechslungsreiche Wanderung startet an der Bergstation der Luftseilbahn, mit der man die ersten 1000 Höhenmeter in 7 Minuten überwinden sollte. Von der Bergstation aus, wo die Wanderung startet, hat man nämlich noch einmal 900 Höhenmeter im Schwierigkeitsgrad „schwer” zu ersteigen. Beruhigend: „Exponierte Stellen sind ausreichend mit Ketten ausgestattet.”

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