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27.07.2021
Geschätzte Lesezeit: 4 Minute/n
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Neuer Global CFO bei der STAUFF Gruppe

Seine Ernennung als Global Chief Financial Officer (CFO) der STAUFF Gruppe hat der STAUFF Blog als Anlass für dieses Interview mit Boris Melikyan genommen

Zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich in diesen für Sie sicher sehr stressigen Zeiten die Zeit für ein Gespräch genommen haben und den Lesern des STAUFF Blogs die Möglichkeit geben, Sie ein wenig besser kennenzulernen.

Würden Sie bitte so freundlich sein und sich den Lesern des STAUFF Blogs vorstellen? 

Ja, natürlich. Mein Name ist Boris Melikyan, ich bin 36 Jahre alt und wurde in Jerewan, der Hauptstadt der Republik Armenien, geboren. Aufgewachsen bin ich jedoch in einem kleinen Kurort namens Zheleznovodsk, der sich im südlichen Teil Russlands befindet. Ich bin mit meiner Frau Evelina verheiratet und wir haben drei reizende Kinder im Alter von 14 Jahren, 11 Jahren und 16 Monaten. In meiner Freizeit treibe ich sehr gerne Sport, darunter Schach, Basketball, Fußball, Tennis, Billard und Schwimmen. Außerdem lese ich auch gerne Bücher und interessiere mich für Themen wie Geschichte und Philosophie. 

Bitte erzählen Sie uns von Ihrer bisherigen Geschichte mit STAUFF. 

Ich kam 2006 zu STAUFF Russland, als ich 21 Jahre alt war, nachdem ich mein Studium abgeschlossen hatte. Das Unternehmen war gerade gegründet worden und es war eine tolle Gelegenheit für mich, mein erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen.  

Von Anfang an arbeitete ich als Buchhalter, aber mit dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens begann ich, die Aufgaben eines Finanzdirektors zu übernehmen. Dies geschah recht schnell, da sich STAUFF auf dem russischen Markt sehr dynamisch entwickelte.

Zu meinen Aufgaben in der Finanzabteilung gehörten u.a. die Erstellung von Abschlüssen und Berichten nach internationalen Standards sowie für russische Behörden, die laufende Analyse der finanziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten, das Controlling, die Vorbereitung von Verträgen, Verhandlungen mit russischen und ausländischen Kunden und Lieferanten, die Kommmunikation mit Wirtschaftsprüfern, Themen der Personalabteilung und einige andere. 

Da sich mein Vorgänger entschieden hat, seine berufliche Laufbahn bei STAUFF in Frankreich fortzusetzen, wurde ich von der globalen Geschäftsleitung und den Gesellschaftern beauftragt, im Oktober 2013 die Geschäftsführung von STAUFF Russland zu übernehmen. 

Was hat sich für Sie geändert, als Sie diese neue Rolle im Unternehmen angenommen haben? 

Mit der Ernennung zum Geschäftsführer übernahm ich die Verantwortung für das gesamte Unternehmen, so dass meine Aufgaben neben der Finanzabteilung nun auch den Vertrieb, das Marketing, die Produktion, die Logistik und andere Bereiche umfassten.  

Gemeinsam mit dem engagierten und jederzeit voll einsatzbereiten Team von STAUFF Russland ist es uns gelungen, das gesamte Unternehmen auf ein höheres Niveau zu bringen. 

Erzählen Sie uns etwas über die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung von STAUFF Russland. 

Während meiner Anfangszeit bei STAUFF Russland, die kurz nach der Gründung des Unternehmens im Jahr 2005 begann, wurden nicht weniger als sechs Niederlassungen in ganz Russland gegründet. Im Jahr 2007 wurden die ersten großen Lieferverträge mit russischen Kunden abgeschlossen. In den Jahren 2008/2009 gelang es STAUFF Russland, die Finanzkrise zu überwinden. Damals verfügten einige Kunden nicht über genügend Betriebskapital, um alle ihre Verbindlichkeiten zu decken, so dass die gesamte Situation sehr sensibel war. Wir mussten schwierige Verhandlungen führen, um einerseits die Lieferungen nicht einzustellen und möglicherweise einen der Kunden zu verlieren, und andererseits die Kunden dazu zu bringen, die Schulden zu bezahlen oder zumindest die Zahlungsfähigkeit zu sichern. Am Ende ist alles gut gegangen, wir haben die Kunden behalten und den Umsatz sogar noch weiter gesteigert. 

Heute ist STAUFF Russland nicht nur ein Unternehmen, das einzelne Komponenten verkauft, sondern so viel mehr. Im Jahr 2014 haben wir die Rohrbiegerei eröffnet und mit der Eigenproduktion von gebogenen und konfektionierten Rohrleitungen begonnen. Außerdem wurde 2017 die Produktion von Hydraulikschlauchleitungen aufgebaut. Darüber hinaus wurde 2020 die Schweißabteilung eingerichtet. 

STAUFF Russland entwickelt sein Know-how und die Fähigkeiten im Bereich Engineering und Fertigung ständig weiter. Heute ist das Montageteam in der Lage, sich kompliziertesten Aufgaben zu stellen und diese zu erfüllen. All dies half dem Unternehmen, den Umsatz im Vergleich zu 2013 zu vervierfachen – und das stets mit einem guten Betriebsergebnis. 

Abgesehen davon hat STAUFF auch die Krise, die 2014 in Russland stattgefunden hat, erfolgreich gemeistert. Während viele russischen Unternehmen und die gesamte Wirtschaft einen deutlichen Rückgang verzeichneten, konnten wir den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent steigern. 

Was hat Sie dazu bewogen, vom Geschäftsführer zum Global Chief Financial Officer zu wechseln? 

Die STAUFF Gruppe ist ein äußerst dynamisches Unternehmen, zu dessen Erfolg ich mit STAUFF Russland beitragen durfte. Es ist für mich eine spannende Herausforderung, diese Dynamik nun auf globaler Ebene mitzugestalten und voranzutreiben.  

Nach meinem Universitätsabschluss war ich immer bestrebt, mich selbst und auch STAUFF weiterzuentwickeln. Während ich zunächst als Finanzdirektor arbeitete und in dieser Zeit zwei kleine Kinder zu versorgen hatte, habe ich mich weiter mit den International Financial Reporting Standards beschäftigt, um deren Struktur besser zu verstehen.  

Als Geschäftsführer habe ich diese Dynamik auf die Entwicklung des Unternehmens übertragen. Wir sind ständig gewachsen und haben neue Märkte erschlossen, unsere Produktionsmöglichkeiten erweitert usw.  

Jetzt freue ich mich sehr darauf, mich auf Gruppenebene zu beweisen. Ich bin zuversichtlich, dass meine Erfahrungen, die ich in verschiedenen Positionen in Russland gesammelt habe, die jahrelange Kommunikation mit internationalen Kollegen und Geschäftspartnern sowie das gute Verständnis von STAUFF mir helfen werden, zum weiteren Erfolg der Unternehmensgruppe beizutragen. 

Was sind Ihre konkreten Pläne für die nahe Zukunft? 

Den Wohnsitz zu wechseln und mit der ganzen Familie von Russland nach Deutschland umzuziehen, ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheint. Eine Vielzahl von alltäglichen Fragen muss geklärt werden, angefangen von der Schule für die Kinder über alle möglichen Dokumente und Formalitäten bis hin zur Beschaffung von Kochtöpfen und Kopfkissen.  

Der Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache und der Einarbeitung in die Details der globalen Funktionen des Unternehmens.  

Nicht zuletzt werde ich ab sofort die operativen und strategischen Aufgaben eines Global Chief Financial Officers wahrnehmen und auch meinen Nachfolger, Mikhail Murmuridis, weiter dabei unterstützen, die operative Geschäftsführung von STAUFF Russland vollständig zu übernehmen.

Der STAUFF Blog sagt erneut herzlichen Dank für Ihre Zeit bei der Beantwortung dieser Fragen und wünscht Ihnen im Namen des gesamten STAUFF Teams allen erdenklichen Erfolg in der neuen Rolle.

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