Schaltzeichen nach DIN ISO 1219 richtig lesen

Warum genormte Symbole die Grundlage für Planung, Wartung und Sicherheit bilden

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STAUFF Basics
19.08.2025
Geschätzte Lesezeit: 5 Minute/n

Schaltzeichen nach DIN ISO 1219 richtig lesen

Warum genormte Symbole die Grundlage für Planung, Wartung und Sicherheit bilden

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Warum wir über Schaltzeichen Bescheid wissen müssen

Hydraulische Systeme sind das Rückgrat vieler Maschinen – von der Industrieautomation über Mobilhydraulik bis hin zu komplexen Steueranlagen. Doch wer solche Systeme verstehen, planen oder warten will, muss ihre Sprache beherrschen: die Schaltzeichen. 

Nur durch standardisierte Symbole lassen sich Hydrauliksysteme weltweit eindeutig dokumentieren und interpretieren. Die DIN ISO 1219 schafft dafür klare Regeln. So können Entwickler, Monteure und Instandhalter einheitlich kommunizieren, Fehler vermeiden und Systeme sicher betreiben. 

Was regelt die DIN ISO 1219?

Die internationale Norm DIN ISO 1219 legt fest, wie hydraulische und pneumatische Komponenten in Schaltplänen dargestellt werden – neutral, unabhängig von konkreten Bauformen oder Herstellern. 

Wichtige Prinzipien der Norm: 

  • Symbolik ist funktionsbezogen – es zählt, was ein Bauteil tut, nicht wie es aussieht. 

  • Symbole sind modular – komplexe Systeme werden aus einfachen Grundzeichen aufgebaut. 

  • Flussrichtungen, Anschlüsse, Druckstufen und Steuerleitungen sind einheitlich darstellbar. 

Das schafft Übersicht und reduziert Interpretationsfehler. 

Die wichtigsten Symbolgruppen für Hydraulik-Schaltzeichen im Überblick

In diesem Beitrag möchten wir uns einen Überblick über die wichtigsten Schaltzeichen in der Hydrauli, verschaffen. Diese haben wir zunächst in 5 Gruppen aufgeteilt. Für die Symbole einer jeden Gruppe gibt es die passenden Schaltzeichen zum Anschauen.

Energiequellen: Pumpen und Motoren

  • Symbol: Kreis mit Dreieck (zeigt Flussrichtung) 

  • Verstellbare Komponenten haben zusätzliche Pfeile 

  • Typische Beschriftung: P (Druckleitung), T (Tank) 

Aktoren: Zylinder und Motoren

  • einfach- und doppeltwirkende Zylinder: Rechteck mit Kolbenlinie 

  • Rückstellfedern oder Dämpfungen sind klar gekennzeichnet 

  • Unterschiedliche Hubarten erkennbar (z. B. Teleskopzylinder) 

Ventile: Wege-, Druck- und Stromventile

  • Richtungsventile: Kästchen mit Pfeilen, z. B. 4/3-Wegeventil 

  • Druckventile: mit Feder und Pfeil (z. B. Druckbegrenzungsventil) 

  • Drosseln: Pfeile mit einstellbarer oder fester Begrenzung 

  • Rückschlagventile: erlauben Fluss nur in eine Richtung 

Leitungen und Verbindungen

  • Volllinie: Druckleitung 

  • Gestrichelt: Steuerleitung 

  • Punkt am Kreuzungspunkt = Verbindung; ohne Punkt = keine Verbindung 

  • Standardbezeichnungen: P, A, B, T, L, R 

Speicher und Tanks

  • Blasen-, Kolben- oder Membranspeicher klar unterscheidbar 

  • Offene und geschlossene Tanks mit/ohne Belüftung erkennbar 

Häufige Fehler beim Lesen von Schaltplänen

  • Verwechslungsgefahr bei Linien: Steuerleitungen werden häufig als Arbeitsleitungen fehlinterpretiert. 

  • "Kreuzung mit Punkt" vs. "ohne Punkt": Ein Klassiker – ohne Punkt keine Verbindung! 

  • Nullstellungen von Ventilen: Gesperrte oder offene Stellungen werden oft falsch gelesen. 

  • Anschlüsse übersehen: P, A, B, T müssen korrekt identifiziert werden, sonst funktioniert die Schaltung nicht wie geplant. 

Wer sich hier irrt, riskiert Fehlfunktionen oder gefährliche Situationen. 

Praxistipp: Symbolik verstehen heißt Systeme verstehen

Die Schaltzeichen nach DIN ISO 1219 sind mehr als nur „technische Zeichnungen“. Sie sind eine Sprache, die hilft, komplexe Systeme einfach darzustellen – vorausgesetzt, man kann sie lesen. 

Unser Tipp: 

  • Verwenden Sie Symbolübersichten – z. B. als Poster oder digitale Tools 

  • Schulen Sie Mitarbeiter regelmäßig im Lesen und Interpretieren 

  • Arbeiten Sie mit normgerechten Vorlagen – STAUFF stellt dafür technische Unterlagen zur Verfügung 

  • Bei Unsicherheiten: Lassen Sie sich beraten – z. B. vom STAUFF Team 

Fazit: Wer die Sprache der Hydraulik spricht, plant sicherer

Ob in der Konstruktion, im Service oder bei der Fehlersuche – wer Schaltzeichen versteht, hat einen entscheidenden Vorteil. 
 Die DIN ISO 1219 sorgt für klare Kommunikation, erleichtert die Dokumentation und verhindert Fehler. 

Mit dem nötigen Grundverständnis und dem richtigen Überblick lassen sich Hydrauliksysteme effizienter, sicherer und transparenter betreiben. STAUFF unterstützt Sie dabei – mit Know-how, Erfahrung und einem normkonformen Produkt- und Dokumentationsportfolio. 

FAQs

Was ist ein einfachwirkender und was ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder?

Warum sind genormte Hydraulik-Schaltzeichen nach DIN ISO 1219 wichtig?

Welche Software oder Tools helfen beim Lesen von Hydraulik-Schaltplänen?

Wie erkenne ich in einem Schaltplan, ob Leitungen verbunden sind?

Bietet STAUFF Unterstützung bei der Hydraulikplanung?

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