Inhaltsverzeichnis
- Industrielle Düngemittelwerke – unverzichtbar für die Weltbevölkerung
- Warum Produktion im großen Stile erforderlich ist
- Nachhaltigkeit und Herausforderungen in der Düngemittelproduktion
- Spaltkorrosion – die unsichtbare Gefahr unter Rohrschellen
- STAUFF ACT-Rohrschellen – Design für maximale Sicherheit und Lebensdauer
- Bewährte Lösungen aus Offshore-Anwendungen für die Düngemittelindustrie
- Korrosionsschutz als Erfolgsfaktor für die Zukunft
- FAQs
Industrielle Düngemittelwerke – unverzichtbar für die Weltbevölkerung
Industrielle Düngemittelwerke sind das Fundament der modernen Landwirtschaft. Sie produzieren die lebenswichtigen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium, die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen. Ohne diese Werke wäre die Versorgung von Milliarden Menschen nicht möglich. Das Haber-Bosch-Verfahren, mit dem Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff hergestellt wird, bildet die Grundlage für Stickstoffdünger. Diese Dünger steigern die Erträge von Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Reis und Mais um bis zu 50 Prozent. Schätzungen zufolge hängen 40 bis 60 Prozent der weltweiten Ernteerträge von industriellen Düngemitteln ab. Ohne sie würde das globale Ernährungssystem unter dem Druck von Bevölkerungswachstum und schrumpfenden Anbauflächen zusammenbrechen.
Warum Produktion im großen Stile erforderlich ist
Die Herstellung von Düngemitteln erfordert riesige, kapitalintensive Anlagen, die Milliarden kosten. Nur durch diese Größenordnung lassen sich die Produkte zu erschwinglichen Preisen und in ausreichender Menge bereitstellen. Früher befanden sich die meisten Werke in hochindustrialisierten Ländern, heute entstehen sie zunehmend in Schwellenländern, um die regionale Versorgung zu sichern. Düngemittelwerke sind zudem eng mit globalen Lieferketten verknüpft: Sie verbinden den Bergbau für Phosphate und Kalium sowie die petrochemische Industrie mit der Landwirtschaft. Damit sind sie ein zentraler Knotenpunkt im weltweiten Handel.
Nachhaltigkeit und Herausforderungen in der Düngemittelproduktion
So unverzichtbar Düngemittel sind, ihre Herstellung bringt erhebliche Herausforderungen mit sich. Die Produktion ist energieintensiv, insbesondere die Ammoniaksynthese, die häufig auf fossile Brennstoffe angewiesen ist. Hinzu kommen Umweltprobleme: Eine Überdüngung führt zu Nährstoffüberschüssen in Böden und Gewässern, was Wasserqualität und Klima belastet. Ein weiteres großes Thema ist die Korrosion. In den Anlagen kommen aggressive Medien wie Ammoniak, Salze und Säuren zum Einsatz, die die Integrität von Rohrleitungen und Komponenten gefährden. Hier entstehen Risiken für die Sicherheit und die Verfügbarkeit der Anlagen.
Spaltkorrosion – die unsichtbare Gefahr unter Rohrschellen
Eine besonders heimtückische Form der Korrosion ist die Spaltkorrosion. Sie tritt in engen Zwischenräumen auf, zum Beispiel unter Rohrschellen, wo sich Feuchtigkeit, Chloride und Ammoniumsalze ansammeln. In diesen Spalten entstehen sauerstoffarme Zonen, die den Korrosionsprozess beschleunigen. Die Folgen sind gravierend: Leitungen können undicht werden, es kommt zu ungeplanten Stillständen und die Sicherheit der gesamten Anlage ist gefährdet. Klassische Rohrschellen bieten hier keinen ausreichenden Schutz, da ihre Bauweise die Bildung solcher Spalten begünstigt.
STAUFF ACT-Rohrschellen – Design für maximale Sicherheit und Lebensdauer
Um diese Risiken zu minimieren, hat STAUFF die ACT-Rohrschellen entwickelt. ACT steht für Anti-Corrosion Technology und beschreibt eine Reihe von konstruktiven Verbesserungen, die Spaltkorrosion signifikant reduzieren. Die Schellen verfügen über eine offene, selbstentwässernde Geometrie, die das Ansammeln von Feuchtigkeit verhindert. Zusätzlich isolieren die Schellen die Rohrleitung elektrisch vom Träger, was galvanische Korrosion zwischen unterschiedlichen Metallen reduziert. Hochlegierte Schrauben und Metallteile wie Deckplatten und Schweißplatten sorgen für maximale Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien.
Die ACT-Rohrschellen basieren auf dem bewährten DIN-3015-Standard, wurden aber entscheidend weiterentwickelt. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich – als Einzel-, Doppel- und Multi-Line-Schellen – und decken Rohrdurchmesser von 6 Millimetern bis 88,9 Millimetern ab. Damit bieten sie Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen in der Düngemittelproduktion.
Bewährte Lösungen aus Offshore-Anwendungen für die Düngemittelindustrie
Die Entwicklung der ACT-Rohrschellen basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Offshore-Öl- und Gasindustrie. Dort sind die Bedingungen extrem: Salzwasser, hohe Luftfeuchtigkeit und aggressive Chemikalien stellen höchste Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit. STAUFF hat diese Herausforderungen gemeistert und eine Lösung geschaffen, die sich in der Praxis bewährt hat. Die ACT-Rohrschellen reduzieren Wartungskosten, verlängern die Lebensdauer von Rohrleitungen und erhöhen die Betriebssicherheit. Diese Vorteile lassen sich direkt auf die Düngemittelindustrie übertragen, die mit ähnlichen Korrosionsrisiken konfrontiert ist.
Korrosionsschutz als Erfolgsfaktor für die Zukunft
Korrosionsschutz ist kein optionales Extra, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Düngemittelwerken. Mit den ACT-Rohrschellen bietet STAUFF eine Lösung, die sich unter extremen Bedingungen bewährt hat und nun auch in der Düngemittelproduktion neue Maßstäbe setzt. Betreiber, die auf diese Technologie setzen, sichern nicht nur die Zuverlässigkeit ihrer Anlagen, sondern auch die Versorgungssicherheit für Millionen Menschen weltweit.
FAQs
Was ist Spaltkorrosion und warum ist sie in Düngemittelwerken so gefährlich?
Spaltkorrosion entsteht in engen Zwischenräumen, zum Beispiel unter Rohrschellen, wo sich Feuchtigkeit und aggressive Medien wie Ammoniumsalze ansammeln. In Düngemittelwerken führt dies zu schnellen Materialschäden, Leckagen und ungeplanten Stillständen. Die Gefahr ist besonders hoch, weil diese Korrosion oft unsichtbar bleibt, bis es zu kritischen Ausfällen kommt.
Wie verhindern STAUFF ACT-Rohrschellen Spaltkorrosion?
STAUFF ACT-Rohrschellen nutzen ein offenes, selbstentwässerndes Design, das Feuchtigkeit nicht einschließt. Hochlegierte Schrauben und Metallteile sorgen zusätzlich für maximale Beständigkeit in aggressiven Umgebungen.
Welche Vorteile bieten ACT-Rohrschellen gegenüber Standardlösungen?
Standard-Rohrschellen begünstigen die Bildung von Spalten, in denen sich korrosive Medien sammeln. ACT-Rohrschellen hingegen eliminieren diese Schwachstellen durch konstruktive Verbesserungen. Das Ergebnis: längere Lebensdauer der Rohrleitungen, weniger Wartungskosten und höhere Betriebssicherheit.
Für welche Rohrgrößen sind STAUFF ACT-Rohrschellen verfügbar?
Die ACT-Serie deckt ein breites Spektrum ab: von 6 mm bis 88,9 mm in der Standardausführung und bis 25,4 mm in der Doppel-Baureihe. Die Multi-Line-Version (ACT-MLC) ermöglicht die parallele Installation mehrerer Leitungen in kompakten Anlagenbereichen.
Sind ACT-Rohrschellen nur für die Düngemittelindustrie geeignet?
Nein. Die Technologie wurde ursprünglich für Offshore-Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie entwickelt und hat sich dort unter extremen Bedingungen bewährt. Sie eignet sich für alle Branchen mit aggressiven Umgebungen, wie Chemie, Energie und maritime Anwendungen.

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